Die zunehmend strengeren länderspezifischen Umweltschutzauflagen fordern nicht nur das Ausfiltern von Silberhäutchen und anderen Partikeln, sondern auch eine Behandlung der beim Röst- und Mahlprozess entstehenden Abgase. Beim Rösten entstehen überwiegend flüchtige Kohlenstoffverbindungen (Cx), Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2), beim Mahlen entsteht Kohlendioxid.
Letzteres lässt sich zum größten Teil als Schutzgas für die Fördereinrichtungen und Silos im Mahlkaffeeprozess wieder verwenden. Die Verunreinigungen in der Rösterabluft werden in der Regel durch thermische und/oder katalytische Verbrennung beseitigt. Stand der Technik ist heute die katalytische Verbrennung; als Katalysator dienen Edelmetalle wie zum Beispiel Platin. Der Verbrennungsprozess läuft bei Temperaturen zwischen 450 und 600 Grad Celsius ab.
PROFORTE:
Der für die Abgasverbrennung erforderliche Energieeinsatz kann bei der regenerativen thermischen Oxidation deutlich reduziert werden. Bei diesem Verfahren wird die bei der flammenlosen Verbrennung der Schadstoffe frei werdende Energie in einem Keramikbett zwischengespeichert und weitgehend wieder an den Prozess abgegeben, der dadurch einen thermischen Wirkungsgrad von 95 bis 98 Prozent erreicht. Aufgrund der hohen Prozesstemperatur von 900 bis 1.000 Grad Celsius werden die vorgeschriebenen Grenzwerte für Schadstoffemissionen deutlich unterschritten.





