Entschalung

FBR

Innerhalb der Kakaoverarbeitung ist die Entschalung der Kakaobohnen ohne Zweifel einer der wichtigsten Prozessschritte. Die Effizienz der Entschalungsanlage hat direkten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit einer Produktionslinie. Verluste am Kerngut können nur durch eine gut funktionierende Entschalungsanlage vermieden werden.

Die Anlage ist so konzipiert, dass bereits zu Beginn des Prozesses eine Aufteilung des Produktstromes stattfindet. Ziel ist es, die Bildung von Fein- und Staubanteilen zu verhindern. Die Bohnenaufgabe erfolgt über einen Elevator zunächst auf ein groß dimensioniertes Vorsieb. So gelangen ausschließlich ganze Bohnen zum Hauptbrecher. Bereits vorgebrochene Bohnen werden am Hauptbrecher vorbei direkt zum nachgeschalteten Siebkasten geleitet. Ein schwer zu brechendes Produkt wird einem Rücklaufbrecher zugeführt. Diese Aufteilung der Bohnenströme im Verbund mit der spezifischen Behandlung der unterschiedlichen Produktfraktionen dient der erfolgreichen Vermeidung von Fein- und Staubanteilen. Aspirationsverluste und somit Ausbeuteverluste werden zuverlässig reduziert.

Das Nib-Schalengemisch wird anschließend einer Sieb- und Aspirationseinheit für eine Separation in fünf Fraktionen zugeführt. Die Siebeinrichtung besteht im Wesentlichen aus einem fünflagigen Siebkasten, wobei beim letzten Deck der Produktboden geschlossen bleibt. Die Trennung erfolgt am Ende jeder Sieblage durch Steigsichter. Die Nibs werden als Überlauf seitlich ausgetragen und in einer Sammelrinne zusammengeführt. Die Steigsichter selbst sind in einem Aspirationskasten untergebracht. Deren Saugleistung wird standardmäßig über Einstellklappen exakt den einzelnen Sieblagen bzw. Fraktionen angepasst. Nach dem Absetzen gelangen die abgesaugten Schalen über eine Austragsschnecke in eine geschlossene Schalensammelrinne.

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